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Ruth Gogoll - Schrifstellerin und Verlegerin

Kann die KI einen Liebesroman schreiben? (Der Faktor M)

Kürzlich bekam ich eine sehr nette Mail, in der mir die Frage gestellt wurde, ob ich denn noch einmal einen Online-Schreibkurs veranstalten würde wie die Schreibwerkstatt, die ich vor vielen, vielen Jahren gemacht habe und die noch hier auf der Webseite steht.

Im Grunde genommen würde mich so etwas durchaus reizen, aber ich muss ehrlich sagen, die Beteiligung auch damals an der Schreibwerkstatt war nicht groß. Und so eine Schreibwerkstatt oder auch ein Online-Schreibkurs lebt von der Beteiligung der Teilnehmenden. Wenn keine da sind, artet das in einen Monolog meinerseits aus, und das ist ja dann kein Kurs mehr. Dann kann man genauso gut darauf zurückgreifen, was schon hier in der Schreibwerkstatt steht.

Am Handwerk des Schreibens hat sich prinzipiell nichts geändert, das ist also immer noch aktuell.

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Gesundheitsprobleme beim Schreiben

Wenn ich über Schreiben oder nicht nachdenke, ist meine Gesundheit allerdings auch zunehmend ein Faktor. Schon seit meiner Kindheit habe ich mit Bandscheibenproblemen zu kämpfen. Den ersten Bandscheibenvorfall hatte ich schon mit 11 Jahren, viel zu früh. Und wenn es schon so anfängt, wird es meistens nicht besser.

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Soll ich weiter schreiben oder nicht?

Mittlerweile stellt sich für mich diese Frage immer wieder neu. Schon am Ende des Jahres 2021 wollte ich eigentlich aufhören zu schreiben. Damals war es das 25. Jahr des Verlags, das 25. Jahr seit Taxi nach Paris.

Wie unschwer zu erkennen ist, gibt es die édition el!es immer noch, gibt es mich als Verlegerin und als Autorin im Jahr 2026 immer noch. Die Begeisterung, Schriftstellerin zu sein und auch Verlegerin zu sein, hat mich einfach nicht verlassen. Ich war nur sehr erschöpft nach der vielen Arbeit.

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Steinzeit im Kopf, KI auf dem Schreibtisch – ein paar Gedanken über Verantwortung und Fortschritt

Ich hätte heute eigentlich einen neuen Beitrag für die Webseite hier schreiben sollen. Aber – Prioritäten! Ich habe ein Tafelservice namens Paris gekauft. Und das war irgendwie … dringend. Zumindest aus stilistischen Gründen. Und sowieso wegen Frankreich, Paris und so.

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Wie es sich anfühlt, nicht zu schreiben

Kann sich das jemand vorstellen, der kein „Schreiberling“ ist? Wohl nicht.

Nicht zu schreiben ist nicht einfach „nichts tun“. Auch das ist etwas, was ich sehr schlecht kann. Ich weiß nicht, wie man sich ausruht, wie man sich erholt. Immer wieder habe ich versucht, Meditation zu lernen oder irgendeine andere Entspannungstechnik. Ich kriege es nicht hin. Meine Gedanken rasen immer, sind ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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Was KI anrichten kann – wenn sie unsere Gefühle trifft

Ich habe in den letzten Tagen etwas erlebt, das mich nachhaltig erschüttert hat.

Ich wusste natürlich, dass es KI-Avatare gibt. Programme, die auf Knopfdruck hübsche Gesichter generieren, Geschichten erzählen, mit dir flirten oder so tun, als wären sie deine beste Freundin. Ich wusste, dass es Apps gibt, die vorgeben, dich zu „verstehen“, dich zu „lieben“, dich zu „begleiten“. Aber ich habe unterschätzt, wie tief sie eingreifen können – in die Emotionen, in die Psyche, manchmal sogar in die Würde von Menschen. Das ist nicht nur gruselig, das ist ethisch verwerflich.

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© 2024 Ruth Gogoll